Die Kathedrale des Dominikanerordens in Lemberg

Die Kathedrale des Dominikanerordens in Lemberg

Die Dominikaner Kathedrale ist im Zentrum der Stadt auf dem Stawropihijska Platz gelegen. Das Gebäude wurde 1745 unter der Patronage des Kronhetman Josef Potocki errichtet. Der Entwurf wurde von dem Bildhauer Jan de Witte entwickelt und mit Hilfe von M. Urbanek ausgeführt. Die Kathedrale sticht durch ihre elliptische Form und die lateinische Aufschrift auf ihrer Fassade „Soli Deo honor et gloria“ hervor, was „Allein Gott gebührt Ehre und Ruhm“ bedeutet. Bemerkenswert ist auch ein Reliefbild an der Frontwand der Kathedrale, das einen Hund mit einer brennenden Fackel im Maul abbildet, was auf den Dominikanerorden hinweist, der sich selbst als der Orden der „Gotteshunde“ bezeichnet.

Im Inneren ist die Kathedrale in Form von Galerien gestaltet, die von mit vergoldeten Heiligenfiguren geschmückten Säulen getragen werden.

Von besonderem Wert ist der Altar mit dem antiken Kruzifix aus dem 14. Jh. und den vier Heiligenfiguren der Apostel Petrus, Paulus, Johannes des Täufers und des Evangelisten Lukas. Werfen Sie einen genauen Blick auf die Marmorplatte des Grabmals, deren wunderschönes Basrelief von B. Torwaldsen geschaffen wurde.

In sowjetischer Zeit war in der Kathedrale das Religions- und Atheismusmuseum untergebracht. Als Zeichen dafür wurde das Pendel von Foucault unter das Gewölbe gesetzt, das als Symbol für Religionsverleugnung und  -feindlichkeit dienen sollte.

Heute gehört die Dominikaner Kathedrale zur griechisch-katholische Kirche der Heiligen Eucharistie und es werden wieder regelmäßig prächtige Gottesdienste gefeiert. Im Kathedralenkloster befindet sich das moderne Religionsmuseum, das die verschiedenen Seiten der Religionsgeschichte darstellt.