Die Bernhardinerkirche in Lemberg

Die Bernhardinerkirche in Lemberg

Auf einem der lebhaftesten Plätze in Lemberg, dem Galizischen Platz, befindet sich das Danylo – von – Galizien- Denkmal, das den ersten und den einzigen König von Galizien und den Gründer der Stadt darstellt.

Gleich neben dem Danylo – von – Galizien – Denkmal ragt die Bernhardinerkirche empor, die heute die griechisch- katholische St. Andreas Kirche beherbergt.

Kurz nachdem die Bernhardiner-Mönche in Lemberg erschienen sind und mit dem Bau ihrer Kirche angefangen hatten, wurden sie aus der Stadt verbannt. Einen erneuten Versuch haben die Vertreter dieses Ordens dann Anfang des 17. Jh. unternommen, als der polnische König Sigismund III. mit Unterstützung der größten polnischen Magnaten den Bau der neuen Kathedrale genehmigt hatte. Dieser wurde unter Leitung der berühmtesten Architekten der damaligen Zeit wie Andreas Böhmer, Peter Barbon und anderen ausgeführt und schon 1630 abgeschlossen. An der nördlichen Seite der Kathedrale wurde noch ein Verteidigungskloster hinzugebaut, das der Stadt lange Zeit Schutz gegen türkische und tatarische Eindringlinge gewährte.

St. Andreas Kirche des Bernhardinerordens heute

Die St. Andreas Kirche ist ein prächtiges Beispiel für Barockarchitektur und fasziniert ihre Besucher mit ihrer zweistöckigen Fassade, die zahlreichen Skulpturen zieren. Unter diesen sind die Figuren der Gottesmutter mit dem Kind, der Apostel Petrus und Andreas und anderer Heiliger zu finden. Alle Statuen sind mit den für Bernhardiner-Mönche typischen Mänteln und Regalien versehen, wobei jede dennoch individuell gestaltet ist.

Innerhalb der Bernhardinerkirche befinden sich zahlreiche Holzaltäre aus dem 18. Jahrhundert. Wände und Decken sind mit wunderschönen Gemälden geschmückt, die die heiligen Taten von Franz von Assisi darstellen. Als besonderes Heiligtum wird das Grabmal von St. Jan aus Dukla, des Schutzheiligen von Lemberg, verehrt. Das Grabmal wurde aus rotem Holz gefertigt und befindet sich heute in dem alten Teil der Kathedrale.

Über dem Kirchengebäude ragt ein barocker Glockenturm aus dem 18. Jh.